Hinweise zur Berufsschulpflicht

Die Pflicht zum Besuch der Berufsschule für alle noch minderjährigen Jugendlichen ist geregelt in den §§ 77–81 des Schulgesetzes von Baden-Württemberg   

  • Schülerinnen und Schüler, die den Besuch der Förderschule, Werkrealschule bzw. Hauptschule oder der Realschule oder des Gymnasiums beendet haben, sind grundsätzlich verpflichtet, die Berufsschule für die Dauer von - in der Regel - drei Jahren zu besuchen. Diese Berufsschulpflicht endet mit Ablauf des Schuljahres, in dem das 18. Lebensjahr vollendet wird.

  • Wird statt der Berufsschule eine andere berufsbildende öffentliche Schule (z.B. Berufsfachschule, Berufskolleg) oder eine entsprechende private Schule, eine Berufsakademie oder eine Hochschule besucht oder der Vorbereitungsdienst für Beamte, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr (bzw. der Bundesfreiwilligendienst) absolviert, so ruht die Berufsschulpflicht während dieser Zeit.

  • Die Berufsschulpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler, die das 18.Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dann als vorzeitig beendet, wenn sie einen Realschulabschluss haben oder über einen dem Realschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand verfügen und die Berufsschule zwei Jahre besucht haben.

  • Für bestimmte Fälle hat das Kultusministerium allgemein festgestellt, dass die Berufsschulpflicht vorzeitig beendet ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn mindestens ein Jahr lang eine berufliche Vollzeitschule besucht wurde, z.B. Berufsvorbereitungsjahr, Vorqualifizierungsjahr Arbeit-Beruf (VABR), Berufseinstiegsjahr, ein Berufliches Gymnasium, ein Berufskolleg, eine Berufsfachschule etc.) oder wenn eine entsprechende Ersatzschule besucht wurde. Für Schülerinnen und Schüler von Sonderpädagogischen Einrichtungen gelten besondere Bestimmungen.

  • Wird vor Beendigung der Berufsschulpflicht eine duale Ausbildung begonnen, so muss die Berufsschule bis zum Abschluss der Ausbildung besucht werden.

  • Die Überwachung der Berufsschulpflicht, sowie die Bearbeitung von Befreiungsanträgen obliegt der Geschäftsführenden Schulleitung im Landkreis. Sie ist dabei in engem Kontakt mit dem Jugendamt, den Sozialbehörden, dem Jobcenter, der Arbeitsagentur und dem berufsinformationszentrum.

  • Wird der Berufsschulpflicht nicht nachgekommen, kann dies zur Verhängung von Bußgeldern über das Ordnungsamt, zu Kürzungen beim Leistungsbezug oder zur Verhängung einer Zwangsgeldzahlung durch das Regierungspräsidium führen.

  • Für die Beratung und die Unterstützung bei der Suche nach Schul- und Ausbildungsplätzen bei noch unversorgten Jugendlichen kann die Geschäftsführenden Schulleitung unter bestimmten Voraussetzungen auch eine aufsuchende Beratung und Betreuung durch geschulte Mitarbeiter der Ridaf veranlassen.


Bei Fragen zur aufsuchenden Beratung und Betreuung durch das ESF- Projekt der Ridaf  „Kein junger Mensch darf verlorengehen“  (KJM) wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung unter Telefon: 07121/2676-30.  Mail: w.grulke@ridaf.org


Bei weiteren Fragen zur Berufsschulpflicht oder zur Vereinbarung eines Beratungstermines wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter der Nummer: 07121 485 314.  Mail: wetzel@ths-reutlingen.de

Bringen Sie zu den Beratungsterminen bitte den ausgefüllten Personalbogen mit, den Sie auf dieser Seite unter SERVICE - FORMULARE - „Erfüllung der Berufsschulpflicht" finden.