THS richtet das regionale Finale des Landeswettbewerbs „PCBW – PlanspielCup Baden-Württemberg“ aus

Beim vom Kultusministerium und Landesinstitut für Schulentwicklung unterstützten landesweiten Planspielwettbewerb für kaufmännische Schulen schlüpfen die Schülergruppen in die Rolle von Managern. Im Rahmen des Wettbewerbs treffen die Teilnehmer Entscheidungen im Beschaffungs-, Produktions-, Personal-, Vertriebs- und Finanzbereich von konkurrierenden Unternehmen auf einem gemeinsamen Markt, um Eigenkapital, Periodenüberschuss, Umsatzrendite, Kundenzufriedenheit und Planungsgenauigkeit zu optimieren.

Am 15.11.2017 war es wieder soweit an der THS Reutlingen. An unserer Schule fand sich ein Starterfeld von 10 Teams mit insgesamt 58 Schülerinnen und Schülern. Begleitet wurden sie von unseren Kolleginnen Frau Orendi und Frau Epp.

Im Mai 2018 wird das Siegerteam unserer Schule bestehend aus Cassandra D‘ Costa, Vasco Knoth, Silas Groß, Nathan Kolbe, Kai-Uwe Pagalis und Tobias Schmidt beim Landesfinale gegen die neun erfolgreichsten Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg antreten. Den drei bestplatzierten Teams winken attraktive Geldpreise. Außerdem werden die Leistungen aller Schüler und Schülerinnen mit einem Zertifikat belohnt, das ihre zukünftigen Bewerbungen schmückt und an einigen Universitäten sogar als Plus auf die Anmeldenote angerechnet wird.

 

 

Deutscher Gründerpreis 2016/2017

Das bundesweit größte Planspiel für junge Existenzgründer ist der deutsche Gründerpreis, bei dem es darum geht, ein Unternehmen fiktiv zu gründen und ein Geschäftskonzept für ein funktionierendes Start-Up zu entwickeln. Auch dieses Jahr fanden sich zahlreiche Gruppen aus Deutschland zusammen, welche an diesem Projekt teilgenommen haben.

Im Rahmen des Faches „finanzwirtschaftliche Studien“ haben auch wir, die Klasse I/4 am deutschen Gründerpreis für Schüler  teilgenommen. Innerhalb unserer Klasse fanden sich sieben Gruppen mit vielen verschiedenen Geschäftsideen zusammen. Von der Idee eines innovativen Solarhandys bis hin zur wasserabweisenden Bademode waren viele verschiedene Einfälle dabei.

Innerhalb des Zeitraums vom 02.01.2017 bis zum 04.05.2017 galt es neun Aufgaben zur eigenen Unternehmensgründung auf der dafür vorgesehenen Internetplattform zu bearbeiten für diese je nach Korrektheit Punkte verteilt wurden. Der erste Schritt war dabei unsere Teamdaten festzuhalten, dazu zählten unsere Namen, Klasse, Adresse und Kontaktdaten. Diese waren notwendig, damit uns die Kreisparkasse Reutlingen als unser Partner durch das ganze Projekt hinweg erreichen konnte, sobald es etwas Neues gab oder Veranstaltungen anstanden. Ziemlich gespannt und mit großen Erwartungen bearbeiteten wir  in unseren Gruppen die erste Aufgabe im Zeitraum vom 02.01.2017 bis zum 16.03.2017. Noch innerhalb dieses Zeitraums fand am 13.03.2017 die Kick-Off Veranstaltung der Kreissparkasse Reutlingen statt (siehe Abbildung 1). Hier bekamen wir die Chance, die Geschäftsideen der anderen Gruppen aus Reutlingen kennenzulernen und unsere eigene Idee zu präsentieren. Durch die Veranstaltung wurden wir von Selina Schenk geführt. Sie ist Ausbilderin der Kreissparkasse und war durch das ganze Projekt hinweg unsere Ansprechpartnerin.

Abbildung 1: Kick-Off Veranstaltung am 31.03.2017

Bei der ersten zu bearbeitenden Aufgabe ging es darum, Angaben über den Coach und den Paten zu machen. Bei dem Coach handelt es sich in den meisten Gruppen um unseren Fachlehrer Herrn Oliver Tress, der uns zu Beginn des Projektes ausführlich über den Ablauf des deutschen Gründerpreises informierte und uns durch den gesamten Projektzeitraum unterstützte.

Der Pate hatte die Funktion, seine Gruppe anhand seines Fachwissens in der Ideenentwicklung zu unterstützen. Die Suche nach einem solchen gestaltete sich leider bei den meisten Gruppen als schwierig. Die Klasse gab sich sehr viel Mühe einen passenden Unternehmenspaten zu finden, doch leider hatten viele Unternehmen einfach nicht die Zeit uns über einen langen Zeitraum von ca. fünf Monaten zu unterstützen. Mit dem entgehenden Fachwissen einiger Gruppen war die Bearbeitung der Aufgaben deswegen gelegentlich etwas schwierig. Trotz allem machten die Gruppen das Beste daraus und lieferten einen guten Job ab.

Bis zum 20.03.2017 sollten wir dann die zweite Aufgabe bearbeiten, bei der es darum ging, Teamregeln aufzustellen. Diese dienen vor allem für eine funktionierende Zusammenarbeit während des gesamten Projektzeitraums. Ein weiterer Bestandteil dieser Aufgabe war es, den Markt der jeweiligen Branche zu analysieren und somit das eigene Unternehmen am Markt besser einordnen zu können. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres Start-Up Unternehmen war es zu erfassen, wie Kunden auf unser Produkt reagieren könnten und welchen Nutzen sie aus unseren Ideen ziehen werden. Alles in allem wurde anhand dieser Aufgabe eine Basis für die darauf folgenden Aufgaben geschaffen.

Bis zum 04.04.2017 galt es die nächste Aufgabe zu bearbeiten. Bei Aufgabe 3 ging es darum, unser eigenes Unternehmen genauer zu analysieren und zu planen. 

Hier ging es darum, herauszufinden wo unsere Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen liegen. Dieser Schritt war sehr wichtig, um die Unternehmensplanung auch kritisch zu sehen, da nicht immer alles so läuft wie geplant. Somit konnten wir realistisch in die Zukunft unseres Unternehmens blicken und damit unsere Unternehmensvision- und Strategie festlegen.

In der nächsten Aufgabe ging es vor allem darum, sich über das mögliche Marketing bis zum 06.04.2017 Gedanken zu machen. Der erste wichtige Schritt hier war, zu überlegen, wie man potentielle Kunden am besten von unserem Produkt überzeugen kann um als Start-Up Erfolge zu erzielen. 

Hier stellten sich die Fragen: 

  • Welchen Nutzen haben Kunden durch unserer Idee?
  • Wie spricht man die jeweilige Zielgruppe am besten an?
  • Was hebt unsere Idee von anderen vergleichbaren Produkten ab?
  • Welchen Weg zur Vertreibung unserer Produkte wollen wir gehen?

 

Natürlich durfte die Finanzplanung der Start-Ups nicht fehlen. Diese wurde im Rahmen der Aufgabe 5 bis zum 07.04.2017 anhand einer Vorlage in Excel bearbeitet. Dadurch, dass wir eine Vorlage zur Finanzplanung erhielten, war uns als jungen Unternehmensgründer sehr geholfen, da wir so einen groben Überblick erhalten haben, welche Gesichtspunkte für eine Finanzplanung notwendig sind. Ein weiterer Punkt, der uns beim Bearbeiten der Aufgabe sehr geholfen hat, war eine Infoveranstaltung am 28.03.2017 der Kreissparkasse Reutlingen rund um die Aufgabe 5. Die Veranstaltung wurde geleitet von Markus Weimer, der Finanzplanungsexperte ist.  Herr Weimer hat beruflich täglich mit der Finanzplanung realer Unternehmen zu tun. Damit war er die genau richtige Ansprechperson für die Finanzplanung unserer Start-Ups. Unsere gesamte Klasse profitierte sehr von dieser Veranstaltung und bearbeitete im Anschluss voller neuem Wissen die Aufgabe 5.

Um die Planung des Marketings abzuschließen, galt es bis zum 24.04.2017 in der Aufgabe 6 eine Website zu erstellen, um damit vor allem im heutigen Zeitalter der digitalen Medien, möglichst viele Kunden zu erreichen.

Sehr schnell neigte sich die Bearbeitung der Aufgaben dem Ende zu. Aus diesem Grund war es für die leitenden Personen des Gründerpreises und auch für uns selbst wichtig, wie wir zu unserer Unternehmensgründung stehen. Dabei sollten wir selbst einschätzen, wie wir unserer Vision, Realität, Ethik und Mut einschätzen und dafür Werte von 1-100 angeben. Dieses Verfahren wurde anhand der Fremdeinschätzung ein zweites Mal abgefragt um vergleichen zu können, ob man sich die gleichen Gedanken wie ein anderer Außenstehender macht. Innerhalb dieser Aufgabe legten wir außerdem unsere Unternehmensform fest. Dies fiel uns als Wirtschaftsgymnasiasten nicht schwer, da wir erst vor kurzem die einzelnen Rechtsformen behandelten und somit sehr genau wussten, wo die Vor- und Nachteile der Unternehmensformen liegen.

Bis zum 03.05.2017 erledigten wir die vorletzte Aufgabe. Hier ging es darum, dass Feedback des Unternehmensbesuchs festzuhalten. Ein wichtiger Bestandteil des Gründerpreises ist es, ein Unternehmen zu besuchen und diesem unsere Idee vorzustellen und ein Feedback von Experten einzuholen. Anhand diesen Feedbacks konnten wir sehr gut erkennen, ob das Start-Up so umsetzbar ist wie geplant und woran man arbeiten könnte, um die bisherige Planung zu optimieren.

Am 04.05.2017 war es soweit! Wir hatten die letzte der neun Aufgaben bearbeitet. Bei dieser Aufgabe ging es darum die bisherige Planung und Bearbeitung der Aufgaben evtl. anhand des Feedbacks vom Unternehmensbesuch zu überarbeiten und letzte Änderungen vorzunehmen. Denn nun ging es um alles! Anhand der erreichten Punktzahl entschied sich nun, wer es schafft in die „nächste und letzte Runde“ einzuziehen und dem Gewinn ein weiteres Stück näher zu kommen. Die Gruppen die nach den neun Aufgaben  eine Gesamtpunktzahl von 1700 erreicht haben, wurden zur anschließenden Siegerehrung eingeladen. Aus Reutlingen schafften 22 Gruppen von insgesamt 32 die 1700 Punkte und mehr.

Auch die Gruppen, die nur 1200 Punkten und mehr erreicht haben, wurden zu dieser Veranstaltung eingeladen, welche als Abschluss des Gründerpreises innerhalb des Landkreises in der Kreissparkasse Reutlingen geplant war.

Von den sieben Gruppen unserer Klasse haben es sechs davon zu dieser letztendlichen Jurybewertung geschafft und waren damit dem Sieg schon ein großes Stück näher.

Am 31.05.2017 war es dann soweit. Die Siegerehrung fand statt. Monatelang haben die einzelnen Gruppen auf diesen Tag hin gearbeitet, somit waren wir natürlich sehr gespannt und voller Erwartungen in der Kreissparkasse erschienen.

Die Gruppe SafeRemember (siehe Abbildung 2) aus unserer Klasse hat es tatsächlich unter die Besten drei Gruppen aus Reutlingen geschafft. Mit ihrer Idee einer innovativen Armbanduhr, welche den Alltag der älteren Generation durch Erinnerung der Tabletteneinnahme erleichtern soll, haben sie nicht nur uns als Teilnehmer sondern auch die leitenden Personen wie zum Beispiel Frau Selina Schenk überzeugt.

Abbildung 2: das Team SafeRemember bei der Siegerehrung am 31.05.2017

Alles in allem war die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis eine große Bereicherung unseres Wissens, die mit vielen neuen Erfahrungen verbunden war. Empfehlen würden wir die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis allen, die Interesse daran haben, zu erfahren wie die Planung eines Start-Up Unternehmens verlaufen kann und Spaß daran haben in den Alltag der Geschäftsleute einzutauchen. Wichtig ist, dass man nicht als Klasse teilnehmen muss. Es kann jeder teilnehmen, der eine innovative Idee hat und diese mit anderen innerhalb einer Gruppe umsetzen möchte.

Lara Tröster, Ann-Kathrin Gehr, Melina Müller (I/4)