6 Minuten können ganz schön kurz sein!

Bewerbungstraining für die WS 2/4 bei der
Kreissparkasse Reutlingen

Am Freitag, 13. Oktober 2017 trafen wir uns mit unserem Klassenlehrer Herr Tress vor der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Reutlingen auf den Marktplatz. Pünktlich um 14:00 Uhr wurden wir dort von Frau Schenk wie vereinbart in Empfang genommen und durften sie bis zum obersten Stockwerk begleiten. In einem großen Konferenzraum erwarteten uns auf jedem Platz Schreibzeug und drei Broschüren zu den folgenden Themen: „Ausbildung finden ist einfach.“, „Korrekt bewerben ist einfach". und „Tests bestehen ist einfach“.

Frau Schenk begrüßten uns ganz herzlich im Namen der Kreissparkasse Reutlingen. Nach der Begrüßung stellte uns Frau Schenk die Agenda des heutigen Vormittags wie folgt vor:

1. Vorstellungsrunde

2. Die Bewerbung

3. Einstellungstest

4. Assessment-Center

4.1 Gruppendiskussion

4.2 Rollenspiel

5. Vorstellungsgespräch

6. Fragen

Im Anschluss ging es gleich mit einer Vorstellungsrunde los: jeder von uns Schülerinnen und Schüler durfte sich kurz vorstellen und dabei seine Hobbys und seinen Wunschausbildungsberuf nennen.

Danach stellte Frau Schenk Ihre Firma mithilfe von zwei Filmen kurz vor: der erste Film handelte von der über 160-jährigen Geschichte der Kreissparkasse in und für die Region Reutlingen. Im zweiten Film kamen die Auszubildenden zu Wort. Unter dem Motto: „spannend ab dem ersten Tag“ wurden die Ausbildungsmöglichkeiten der Kreissparkasse Reutlingen vorgestellt.

Gleich zu Beginn stellte Frau Schenk klar, dass wir uns jetzt um einen Ausbildungsplatz bemühen müssen und nicht bis zum Halbjahreszeugnis warten können. Sie forderte uns daher auf, dass wir uns jetzt mit dem Wirtschaftsschulzeugnis vom ersten Jahr bewerben sollen. Und schon waren wir beim Stichwort Bewerbung angekommen. Frau Schenk fragte uns, welche Dokumente zu einer Bewerbung gehören: neben dem Anschreiben sind hier der Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden, Zertifikate, Praktikumsnachweise und das Bewerbungsfoto zu nennen. Frau Schenk wies darauf hin, dass eine Online-Bewerbung der „Türöffner“ einer Unternehmung darstellt: „wenn die nicht passt, dann hat man keine Chance ins Unternehmen zu kommen“!


Abbildung 1: Frau Schenk informiert die Klasse WS 2/4 zum Thema Bewerbung

In vielen Ausbildungsberufen gibt es Notenkriterien, die es zu erfüllen gilt. Neben fleißigem Lernen kann es hier manchmal auch notwendig sein, Nachhilfe zu nehmen, um diese Noten zu erreichen. Als Beispiel für eine Urkunde nannte Frau Schenk die ehrenamtliche Tätigkeit als Jungscharleiterin und die Bestätigung durch den Pfarrer.

Kein „Muss“ aber als „Kann“ und zur Abrundung sehr zu empfehlen: das Bewerbungsfoto. Das Foto sollte aktuell sein und von einem professionellen Fotografen in Szene gesetzt werden. Die Kleidung muss dabei zum Beruf passend gewählt werden.

Mithilfe der Broschüre „Korrekt bewerben ist einfach“. zeigte uns Frau Schenk, wie das Anschreiben richtig aufgebaut ist. Wenn man dort mit einer Kopfzeile arbeitet, dann muss man diese über alle Dokumente durchziehen. Bei der E-Mail-Adresse ist zu beachten, dass es sich um eine seröse E-Mail-Adresse handelt: möglichst mit Vor- und Nachnamen. Außerdem ist es wichtig, dass man die angegebene Adresse täglich kontrolliert, um Antwort-E-Mails der Firmen nicht zu verpassen. Falls man von den Unternehmen nichts hört, dann unbedingt anrufen und nachfragen. Wenn man von mehreren Unternehmen eine Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten hat, ist es sehr wichtig, dass man den Unternehmen kurz Bescheid gibt, dass man sich für eine andere Firma entschieden hat. Das gilt auch für Praktikumsplätze. Grundsätzlich sollte man immer eine aktuelle Telefonnummer angeben, wo man immer erreichbar ist. Auf der Mailbox bitte nur Namen und keine privaten Zusatzkommentare sprechen. Wenn man angerufen wird, deutlich reden und sich mit Vor- und Nachnamen melden und nicht etwa: „Hallo Schatz bist Du es“?

Frau Schenk gab uns den Tipp, die für die Ausbildung zuständigen Ansprechpartner der jeweiligen Firmen herauszubekommen. „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist zwar formell gesehen in Ordnung, aber nicht persönlich. Die recherchierten Ansprechpartner sollten auch die richtigen sein und im Unternehmen arbeiten. Es gibt nichts Peinlicheres als eine falsche Personen-/Firmenzuordnung! Man kann nicht immer davon ausgehen, dass die Berufsbilder auch tatsächlich in den jeweiligen Unternehmen ausgebildet werden. Deshalb ist eine genaue Recherche im Vorfeld notwendig!

Im Anschreiben selbst sollte man zeigen, wie man auf die Ausbildungsstelle gekommen ist: warum interessiere ich mich für diesen Ausbildungsberuf?, warum für das Unternehmen?, welche Schule besuche ich aktuell?, welche Schulabschlüsse kann ich bereits aufweisen?, in welchem Zeitraum möchte ich ein Praktikum machen?, warum bin ich zielstrebig?, warum kreativ? immer mit Beispielen und somit mit Inhalten füllen! Ich bin zielstrebig, das zeigt sich darin, dass ich …, ich bin kreativ, weil ich…

In einer Bewerbung steckt das Wort „Werbung“ drin ⇒ das Anschreiben muss individuell und damit persönlich sein. Deshalb sollte es auch nicht von den Eltern, sondern selbst geschrieben werden. Beim Anschreiben ist die Rechtschreibung zentral wichtig: hier sind keine Fehler erlaubt! Auch nicht bei der Kommasetzung! Als Tipp gab uns Frau Schenk auf den Weg in der „WhatsApp“-Gruppe zu üben (auch dort möglichst fehlerfrei zu schreiben) und immer wieder einmal ein gutes Buch zu lesen!

Beim Schriftbild sollte man lesbare Schriften wie „Arial“ oder „Times New Roman“ in der Schriftgröße 11 oder 12 wählen. Dabei sind das Schriftbild sowie die Schriftgröße auf allen Dokumenten durchzuziehen.

Beim Lebenslauf gab uns Frau Schenk den Tipp, mit einer Tabelle zu arbeiten, um eine gute Struktur zu erzielen. Auf Seite 18 zeigte sie uns einen Musterlebenslauf. Sie empfahl uns, die Eltern und Geschwister mit aufzunehmen. Sollte jemand schon ein Kind haben, dann muss das ebenfalls mit aufgeführt sein! Die Kirchen- und Staatsangehörigkeit muss nicht notwendigerweise angegeben werden, es sei denn, man bewirbt sich z.B. bei einem evangelischen bzw. katholischen Kindergarten, dann ist es natürlich sinnvoll seine Konfession anzugeben.

Frau Schenk gab uns den Tipp, Nebentätigkeiten immer mit anzugeben. Wichtige Dinge wie Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit muss man auch bei der Nebentätigkeit in einer Bäckerei unter Beweis stellen!

Neben den Kenntnissen und Fähigkeiten ist Engagement (schulisch, ehrenamtlich und sozial) sehr wichtig. Bei den Hobbys sollte man keine Umgangssprachen wie „chillen“ verwenden. Aber Hobbys sind ganz wichtig! Häufig wird im Vorstellungsgespräch daran angeknüpft.

Beim Vorstellungsgespräch sollte man eine zum Beruf passende Kleidung tragen. Grundsätzlich gilt: „lieber einen Tick schicker“, aber auf jeden Fall keine Turnschuhe! Dunkle Stoffhose und Hemd beim Mann sowie Kleid oder Rock mit ordentlicher Länge bei der Frau sind zu empfehlen. Die Krawatte muss ordentlich gebunden sein. Wenn man es nicht kann, dann entweder zeigen lassen oder im Extremfall ganz weglassen.

Wenn man sich bei einer Bank bewirbt, ist gepflegtes Äußeres ganz wichtig! Wenn man die Bewerbung persönlich beim Unternehmen abgibt, sollte man auch dann unbedingt auf ein gepflegtes Äußeres achten: es könnte ja sein, der Personalchef führt bei der Übergabe an Ort und Stelle gleich ein Vorstellungsgespräch!

Beim Bewerbungsschreiben muss man darauf achten, dass dieses keine Knicke oder Flecken aufweist. Auch sollte es nicht nach Parfüm oder Rauch riechen! Immer schauen, dass die Unterlagen ausreichend frankiert sind am besten bei der Post wiegen lassen und dann von dort aus gleich verschicken.

Online-Bewerbung: am besten alle Bewerbungsunterlagen in einem pdf-Dokument zusammenfassen. Dabei ist darauf zu achten, dass alle Dokumente, die in der Onlinebewerbung eingebunden werden auch gleich aktuell sind. Mit einem pdf-Dokument wird sichergestellt, dass der Personalchef mit einem Mausklick alle Unterlagen auf einen Blick hat und nicht zahllose Dokumente öffnen muss! Als Einleitung zum Bewerbungsverfahren reicht dann ein kurzes Statement wie: „anbei meine Bewerbung zum Industriekaufmann…“. Wenn ein Unternehmen eine Online-Bewerbungsplattform hat, sollte man sich auch dort und nicht über den klassischen schriftlichen Weg bewerben! Der Vorteil liegt für die Unternehmen in der Vorstrukturierung: alle Inhalte sind so gegliedert, wie es die Firma selbst möchte. Bei der Eingabe der Fächer unbedingt darauf achten, dass alle Fächer des Zeugnisses auch mit den richtigen Schulnoten eingetragen werden.

Im Anschluss teilte Frau Schenk, zur Überraschung von uns allen, einen Einstellungstest aus. Wir hatten sechs Minuten Zeit, die Testunterlagen vollständig auszufüllen und schon ging es los! Unter aktiver Störung durch Frau Schenk, die uns immer wieder auf die verbliebene Zeit hinwies, versuchten wir die Aufgaben bestmöglich zu lösen. Wir merkten sehr bald: 6 Minuten können ganz schön kurz sein! Denn viel zu schnell verlangte Frau Schenk die Rückgabe der Tests: keiner von uns war auch nur annähernd fertig geworden!

Im Anschluss klärte uns Frau Schenk auf, dass der Test so konzipiert ist, dass niemand auch nur annähernd in 6 Minuten damit fertig werden konnte und wir reflektierten zusammen den Einstellungstest anhand der folgenden Fragestellungen:

  1. Warum macht ein Unternehmen ein Einstellungstest? Man kann hier gut erkennen, wie die BewerberInnen mit Druck und Stress umgehen können. Außerdem kann man hier gut sehen, ob ein Bewerber unternehmerisches Interesse hat und Kreativität aufweist. Zudem bietet ein Einstellungstest eine gute Basis zur sachlichen Betrachtung der BewerberInnen!
  2. Welche Aufgabenbereiche werden bei einem Einstellungstest abgedeckt? Allgemeinwissen, Zahlenreihen, Logik, räumliches Denken, Kreativität, mathematische Aufgaben und Deutschkenntnisse können mithilfe eines Einstellungstests gut abgedeckt werden! Je nach Aufgabentyp wird die Zeit als „Stressfaktor“ kalkuliert: dabei gilt, dass man in der Regel nicht alle Aufgaben in der Zeitvorgabe lösen kann.
    Tipp: viele Firmen gehen dazu über auch Online-Tests durchzuführen. Mittels verschiedener Parameter sind die Personalchefs in der Lage zu erkennen, ob man den Test auch alleine oder mit Hilfe von anderen Personen durchgeführt hat. Wenn herauskommt, dass geschummelt wurde, ist das Bewerbungsverfahren auf der Stelle beendet und man hat keine Chance mehr seinen Wunschausbildungsplatz zu bekommen!
  3. Wie kann man sich auf einen Einstellungstest vorbereiten? Für die Allgemeinbildung empfiehlt sich das Zeitunglesen. Aktuelle Themen, welche die Welt bewegen wie z.B. die Präsidenten-Wahl im Amerika, sollte man im Kundenkontakt einfach beherrschen! Darüber hinaus bieten zahlreiche Bücher Hilfestellung zum Thema Einstellungstest. Frau Schenk verwies in diesem Zusammenhang auf die Broschüre „Testtraining“.

Danach entließ uns Frau Schenk in eine kleine Kaffeepause. Die Kreissparkasse Reutlingen hatte keine Kosten und Mühen gescheut und wir konnten uns alle mit frischen Butterbrezeln, kühlen Getränken und einer großen Auswahl an Kaffeespezialitäten stärken.

Nach der Pause erarbeitete Frau Schenk zusammen mit uns die folgenden Assessment-Center-Bausteine: Konzentration, Postkorbübung, Konstruktions-aufgabe, Selbstpräsentation und Gruppendiskussion.

Im Anschluss simulierten wir den AC-Baustein „Gruppendiskussion“: fünf Schülerinnen und Schüler bildeten dabei die Gruppe (siehe hierzu Abbildung 2). Als Rollenfunktionen wurden im Vorfeld die „Gruppenleitung“ und der „Protokollant“ definiert. Matej Pavkovic musste sich als Gruppenleitung aus zwei allgemeingültigen Themen ein Diskussionsthema aussuchen. Nach Absprache mit der Gruppe entschied er sich für das Thema „wie wichtig ist es, ein hohes Einkommen zu haben?“. Die Gruppe hatte vier Minuten Zeit sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Rukije Hoti fasste im Anschluss als Protokollantin die wesentlichen Diskussionsinhalte nochmals gekonnt zusammen.


Abbildung 2: (von links nach rechts) Rukije Hoti, Ronaldo Vieira-Wetzel, Arta Berisha, Albert Allija und Matej Pavkovic führen eine Gruppendiskussion zum Thema „wie wichtig ist es, ein hohes Einkommen zu haben?“ Im Hintergrund links notiert sich Frau Schenk den Verlauf der Gruppendiskussion

Folgende Punkte werden bei der Gruppendiskussion beobachtet: Engagement, Beteiligung (am besten ausgeglichen), Argumente (inhaltlich ins Detail gehen), Zeitgefühl, Umgang (Blickkontakt, Freundlichkeit und Respekt), Sprache (keine Umgangssprache, keine Fachbegriffe), Gruppenleitung (wie wird Reihenfolge festgelegt, Fazit der Diskussion).

Danach ging es mit dem AC-Baustein „Rollenspiel“ weiter. Frau Schenk schlüpfte dabei in die Rolle einer Kundin, die für ihre Oma zum 80. Geburtstag ein passendes Geschenk sucht. Alessandro Alesci schlüpfte in die Rolle des Einzelhandels-kaufmanns, welcher die Kundin beraten durfte (siehe hierzu Abbildung 3). Im Anschluss ermittelten wir die wesentlichen Punkte, die bei einem Rollenspiel wichtig sind: Freundlichkeit, Umgangsformen, Informationsphase („W“-Fragen/offene Fragen, um Kundenvorstellung zu ermitteln), Argumente/Vorteile (keine Rabatte / Gutscheine, sondern Inhalte wie z.B. in Deutschland produziert, keine Kinderarbeit, hoher Preis, aber dafür beste Qualität) und situative Verbindlichkeit (wie komme ich zu einem Erfolg?).


Abbildung 3: Frau Schenk führt mit Alessandro Alesci ein Rollenspiel durch

Zum Abschluss durfte Ronaldo Vieira-Wetzel noch ein Vorstellungsgespräch simulieren (siehe hierzu Abbildung 4). Ins kalte Wasser geworfen entschied er sich für die Gesprächssituation „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Groß- und Außenhandelskaufmann“. Hierbei konnten wir erkennen, dass es hier wichtig ist, sich mit seinem Lebenslauf gut auszukennen. Frau Schenk gab uns den Tipp, unseren eigenen Lebenslauf in 5 Minuten zu präsentieren. Neben den persönlichen Daten, Schule, Hobbys, Stärken/Schwächen wird hier vor allem die Motivation hinterfragt: wer bin ich, was kann ich, was will ich, warum bin ich der perfekte Bewerber für diese Stelle? Wichtig dabei ist es, die Aussagen immer mit Beispielen zu hinterlegen!


Abbildung 4: Frau Schenk simuliert zusammen mit Ronaldo Vieira-Wetzel ein Vorstellungsgespräch

Mit den folgenden Fragen muss man bei einem Vorstellungsgespräch einfach rechnen: 

  • Wie bist Du auf den Beruf gekommen?
  • Warum begeistert Dich dieser Beruf?
  • Was glaubst Du, welche Tätigkeiten darfst Du in der Ausbildung machen?
  • Wie viele Mitarbeiter/Auszubildende hat unser Unternehmen?
  • Wie heißt unser Vorstand/Geschäftsführer?
  • Was unterscheidet unsere Firma A vom Wettbewerber B?
  • Welche Produkte/Dienstleistungen stellt/bietet unser Unternehmen her/an?
  • Welche Auswirkungen hat das aktuelle Zinsniveau für uns Banken?
  • Situative Fragen zur Vergangenheit/Zukunft.

Beim Vorstellungsgespräch hat man am Ende immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Gute Fragethemen sind zum Beispiel: Übernahme-Chancen, Weiterbildungs-möglichkeiten und Fragen, die einen wirklich interessieren.

Zum Abschluss verwies Frau Schenk nochmals auf die drei Broschüren und teilte uns die Lösungen zum Einstellungstest aus! Unser Klassenlehrer Herr Tress bedankte sich im Namen der ganzen Klasse recht herzlich bei Frau Schenk und überreichte ihr als Dankeschön ein kleines Geschenk. Danach wurden wir von ihr nach Hause entlassen. Ein Nachmittag rund um das Thema Bewerbungstraining ging zu Ende und wir gingen um 17:00 Uhr mit vielen neuen und interessanten Informationen zu diesem für uns wichtigen Thema nach Hause.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei der Kreissparkasse Reutlingen für die aufmerksame Gastfreundlichkeit, die informativen Unterlagen, die leckere Verpflegung und bei Frau Schenk für ihr tolles, persönliches Engagement bedanken!

Gemeinschaftsbericht der WS 2/4

 

Die WS 1/4 lernt „Umgangsformen“ bei der Volksbank Reutlingen

 

Am 09.06.2015 um 13:50 Uhr trafen sich die Klasse WS 1/4 und ihr Klassenlehrer Herr Tress bei der Volksbank Reutlingen eG, um gute Umgangsformen zu erlernen. Pünktlich um 14:00 Uhr waren wir dort und wurden von Frau Kunz (Ausbildungsleiterin der Volksbank Reutlingen eG) und den zwei Auszubildenden Frau Özpinar und Herr Lucante begrüßt. Beide Azubis befinden sich im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann. Der Raum, in dem die Veranstaltung stattfand, war sehr schön eingerichtet. Es gab vier Stuhlreihen, in die wir uns setzen konnten und reichlich Getränke! Nebenbei bemerkt hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Reutlingen!

Zunächst gab Frau Kunz einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Volksbank Reutlingen eG und deren Philosophie (siehe hierzu Abbildung 2). Zum Einstieg in das Thema „gute Umgangsformen“ begannen Frau Özpinar und Herr Lucante mit einem interessanten Begrüßungsspiel (siehe hierzu Abbildung 1): drei Schüler schlüpften jeweils in die Rolle eines Prof. Dr. A-mann, eines Dr. B-mann und eines Diplom-Kaufmanns C-mann und trafen sich bei einem Meeting. Ein Schüler musste zu den Dreien stoßen und sie in der richtigen Reihenfolge mit der richtigen Bezeichnung begrüßen, was ihm leider nicht richtig gelang. Daher erarbeiteten wir zusammen in der Klasse die richtige Lösung: zuerst wird der Ranghöchste begrüßt! In diesem Fall der Professor mit der Anrede „Guten Tag, Herr Prof. A-mann“, dann der Doktor mit der Anrede „Guten Tag, Herr Doktor B-mann“ und abschließend der Diplom-Kaufmann mit „Guten Tag, Herr C-mann“.


Abbildung 1: Begrüßungsspiel mit vier Schülern der Klasse WS 1/4 (von links nach rechts: Cihan Sabir, Marco Brodbeck , Patrick Bader, Ramon Barbato). Beobachtet durch Herr Lucante und Frau Özpinar (beide Auszubildende der Volksbank Reutlingen eG).

Danach vertieften wir das Thema „guter Umgang“: wer muss wann grüßen, wann wird gegrüßt, wer gibt wem die Hand und wer darf einem das Du anbieten.

Die Knigge-Regel besagt:

  • Der Ranghöhere darf entscheiden, ob er die Hand geben möchte und ob er das Du anbieten möchte.
  • Wenn beide den gleichen Rang haben, geht es nach dem Alter und wenn beide gleich alt sind, darf die Frau entscheiden.
  • Wenn man aber seinem Chef begegnet, sollte man „Hallo“ sagen; er entscheidet aber dann, ob man sich auch noch mit der Hand begrüßt oder nicht.
  • Wenn man zu einer Gruppe stößt, sagt man erst allen „Hallo“ und dann begrüßt man die wichtigsten Menschen nochmals persönlich.

Aber auch beim Händedruck gibt es ein paar Dinge zu beachten: er sollte nicht zu schwach sein, denn dies zeigt Unsicherheit und kein Selbstbewusstsein. Aber zu stark auch nicht, denn man möchte dem Gegenüber ja nicht die Hand brechen. Wenn man die Hand gibt, sollte man lächeln, einem in die Augen schauen, einen gewissen Abstand einhalten und wenn es geht mit Namen begrüßen.

In der anschließenden Pause konnten wir kostenlos Wasser, Orangen- und Apfelsaft trinken.

Jetzt wussten wir, wie man jemanden begrüßt! Aber was rede ich dann mit ihm?

Dies wurde uns beim Thema „Small-Talk“ gesagt:

 

  • Es gibt Punkte, über die man ohne Probleme sprechen kann wie: Wetter, aktuelle Themen, Fernsehen, Urlaub, Ausbildung oder Hobbies.
  • Schlechte Themen sind: Religion, Krankheit, Politik oder Gehalt.

„Small-Talk“ bietet eine gute Möglichkeit, um Vertrauen aufzubauen und nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.

Unsere Frage, wer entscheidet, ob „Du“ oder „Sie“ wurde mit der Knigge-Regel beantwortet: 

 

  1. Rang
  2. Alter
  3. Geschlecht (Frau entscheidet!)

Anschließend schrieben wir stichpunktartig auf Zetteln auf, was alles zum guten Benehmen gehört und präsentierten unsere Ergebnisse vor der ganzen Klasse (siehe hierzu Abbildung 3). Besonders wichtig sind: Toleranz, Offenheit, Körperhaltung, positive Aufmerksamkeit, freundliche Ausstrahlung, höfliche Sprechweise und korrektes Grüßen. Wenn man dies alles beachtet, schenkt man seinem Gegenüber Respekt und es soll dabei egal sein, welche Nationalität, Religion, Aussehen oder Bildung man hat!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 2: Frau Kunz (Ausbildungsleiterin
der Volksbank Reutlingen eG) stellt ihre Bank
vor.
Abbildung 3: Drei Schüler der Klasse WS 1/4 (von links nach rechts: Sebastian Mattedi, Daniele Quadrino und Cihan Sabir präsentieren ihre Ergebnisse vor der Klasse. Herr Lucante und Frau Özpinar (beide Auszubildende der Volksbank Reutlingen) werten die Beiträge im Anschluss aus.

Wie verhält man sich, wenn man vom Chef zum Essen eingeladen wird? Diese spannende Frage klärten Frau Özpinar und Herr Lucante anhand von zahlreichen Beispielen und Fragestellungen, die wir in der Klasse dann ausgiebig diskutierten.

Um zu testen, ob wir auch etwas gelernt haben, wurde ein Test ausgeteilt: anhand von mehreren Fragen konnten wir unseren „Benimm-Faktor“ ermitteln. Da bei den Antwortrunden sich meist nur die mutigen Schülerinnen und Schüler trauten, ihr Ergebnis preiszugeben, lagen wir insgesamt als Klasse gar nicht schlecht mit unseren Antworten !

Abschließend erhielten wir noch einen sehr hilfreichen und aussagekräftigen Flyer mit „Benimm-Tipps“. Danach verabschiedete uns Frau Kunz und wünschte uns einen guten Nachhauseweg. Herr Tress schenkte Frau Özpinar und Herr Lucante zum Abschied zwei Aufmerksamkeiten von der Theodor-Heuss-Schule und bedankte sich recht herzlich für ihr tolles Engagement. Um 16:15 Uhr war die Veranstaltung zu Ende und wir durften nach Hause gehen.
Ich fand den Tag sehr informativ. Frau Özpinar und Herr Lucante waren sehr gut vorbereitet: sie fanden immer wieder einen guten Übergang zum nächsten Thema und konnten die Themen auch gut präsentieren. Man merkte, dass sie wirklich praktische Ahnung hatten und nicht alles nur auswendig gelernt haben. Die Umgangsformen-Veranstaltung der Volksbank Reutlingen würde ich jedem weiterempfehlen, da es einem sehr viel bringt!

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Volksbank Reutlingen eG für die äußerst gelungene Veranstaltung!

Daniele Quadrino WS 1/4

Die WS 1/4 bei den IHK-Berufs-Infotagen: über 60 Ausbildungsbetriebe stellen sich und ihre Ausbildungsberufe vor!

Begonnen hatte alles mit einer Einladung von Frau Willumeit, der Leiterin für Ausbildungsmarketing der IHK Reutlingen. In ihrem Brief lud Frau Willumeit uns ein, zu den IHK-Berufs-Infotagen im November 2016 zu kommen. Am 10.11.2016 organisierte unser Klassenlehrer Herr Tress deshalb einen Besuch der IHK-Akademie Reutlingen. Pünktlich um 11:00 Uhr fuhren wir, die Klasse WS 1/4 zusammen mit Herrn Tress, vom Zentralen Omnibusbahnhof in Reutlingen mit der Linie 7 in Richtung Betzingen/Tübingen. Im Industriegebiet Betzingen stiegen wir an der Haltestelle Markwiesenstraße aus und gingen zu Fuß in Richtung IHK-Akademie. Wie geplant kamen wir dort schließlich um 11:30 Uhr an.

Als wir in das Foyer der IHK-Akademie eintraten, verschlug es uns zunächst einmal die Sprache! Über 60 Ausbildungsbetriebe stellten sich und ihre Ausbildungsberufe dort vor: dicht gedrängt stand ein Informationsstand neben dem anderen (siehe hierzu die folgende Abbildung 1)!


Abbildung 1: Die IHK Reutlingen bietet in ihrer Akademie eine Plattform für Ausbildungsbetriebe und deren Ausbildungsberufe

In Kleingruppen machten wir uns auf, den Arbeitsauftrag von Herrn Tress umzusetzen (siehe hierzu die Abbildungen 2 und 3). Im Folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über ausgewählte Fragen und Antworten geben:

  • Welche Voraussetzungen muss ein Bewerber mitbringen, dass er eine Chance hat, bei Ihnen eine Ausbildung machen zu können?
    Je nach Ausbildungsberuf und Unternehmen reichen hier die Anforderungen vom einfachen Hauptschulabschluss, über gutem Realschulabschluss bis hin zu einem sehr guten Abiturzeugnis!
  • Auf welche Zeugnisnoten legen Sie besonderen Wert bei Bewerbern, die von der Wirtschaftsschule kommen?
    Hier wurden in der Regel vor allem die Hauptfächer BWL, Mathe, Deutsch und Englisch genannt. Aber auch Fächer wie Gemeinschaftskunde und Religion kamen häufig!
  • Welche Ausbildungsberufe bietet Ihr Unternehmen an?
    Von „A“ wie Anlagenmechaniker/-in bis „Z“ wie Zerspanungsmechaniker/-in waren hier alle Ausbildungsberufe vertreten. Hier blieben wirklich keine Wünsche offen!
  • Wie viele Ausbildungsplätze bietet Ihr Unternehmen in der Regel pro Jahr an?
    Je nach Unternehmensgröße variierten hier die Antworten gewaltig: die Zahlen, die wir ermitteln konnten, reichten von 9 bis weit über 100!
  • Welche Zusatzqualifikationen sind neben der reinen Zeugnisnote für Sie wichtig?
    Aus der Vielzahl an Antworten hier nur ein kurzer Auszug: gute Teamfähigkeit, sicheres Auftreten, Kommunikationsfähigkeit und Praktika.
  • Wer ist in Ihrem Unternehmen für die Bewerberauswahl/Ausbildung zuständig?
    Hier reichte die Spanne vom Chef bis hin zur Personalabteilung.
  • Warum lohnt es sich, eine Ausbildung bei Ihnen zu machen?
    Hier erhielten wir die interessantesten Antworten: Fitnessstudio, junges dynamisches Unternehmen, aufgrund der vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten, aufgrund der vielfältigen Aufgabengebiete, weil es Spaß macht - persönlich ist - und Freude macht, gute Vergütung, weil sich hier die Leute um einen kümmern.

Abbildung 2: SchülerInnen der WS 1/4 informieren sich am Stand des Amtsgerichts Tübingen

Abbildung 3: Julia Haab von der Kreissparkasse Reutlingen stellt sich den Fragen von Stavros Zafiriadis und Ciwan Öztopal (von rechts nach links)

Die Ausbildungsbetriebe hatten keine Kosten und Mühen gescheut und repräsentierten ihr Unternehmen mit zahlreichen Azubis und deren Ausbildern (siehe hierzu die Abbildungen 4 und 5)! Einige von uns nutzen die Gunst der Stunde, um nach einem möglichen Praktikumsplatz für den Zeitraum vom 15.05. bis 19.05.2017 zu fragen. Die Wirtschaftsschule der THS ermöglicht uns nämlich in diesem Zeitraum ein einwöchiges Praktikum zu belegen. Wir hoffen, dass aufgrund des heutigen Kontaktes viele von uns die Möglichkeit dazu erhalten werden!

Um 13:45 Uhr sammelten wir uns vor dem Akademiegebäude und gingen in Richtung Bushaltestelle Täleswiesenstraße der Linie 10. Dort warteten bereits viele andere Schülerinnen und Schüler auf den 14:06-Uhr-Bus. Obwohl wir alle rechtzeitig vor Ort waren, kamen leider nicht alle Schülerinnen und Schüler unserer Klasse in den Bus hinein. Somit mussten sieben KlassenkameradenInnen zusammen mit Herrn Tress auf den nächsten Bus warten! Herr Tress verabschiedete diese letzte Gruppe um 14:40 Uhr am ZOB in Reutlingen. Ein Ausflug voller neuer Eindrücke und Erfahrungen ging zu Ende.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der IHK Reutlingen, für die Durchführung und im Besonderen bei Frau Willumeit für die Einladung zu den IHK-Berufs-Infotagen bedanken!

Gemeinschaftsbericht der Klasse WS 1/


Abbildung 4: Ausbildungsleiterin Monika Borkmann repräsentiert zusammen mit den Auszubildenden Paulo Miranda, Timo Hoffmann und Adrian Rathmann die Volksbank Ermstal-Alb eG (von rechts nach links)

Abbildung 5: Frau Melina Weber und die Auszubildenden Nejla Kukavica, Julia Haab und Felix Weber repräsentieren die Kreissparkasse Reutlingen (von links nach rechts)