Betriebsbesichtigungen

ALLES BLAU? 


Betriebsbesichtigung der Fachschule bei der bluepool GmbH

BetriebsbesichtigungDie bluepool GmbH ist einer der zwei Vertragspartner der Messe Stuttgart und in Sachen Messebau weltweit erfolgreich tätig. Das Unternehmen überzeugt mit großem Know-How, Begeisterung für das Messewesen und dem feinen Gespür für seine Kunden.

Im Rahmen des Messekurses durfte die Fachstufe der Fachschule für Wirtschaft das Unternehmen in seinen Geschäftsräumen in Leinfelden-Echterdingen besuchen. Nach einem herzlichen Empfang durch Geschäftsführer Rainer Müller gab uns Herr Musialik, Projektleiter bei bluepool, einen detaillierten Einblick in die Geschichte sowie Alltagsaufgaben der Firma. Beeindruckend waren insbesondere die Messestände, die bluepool in den vergangenen Jahren für große Unternehmen wie Microsoft, Siemens oder Bosch realisieren konnte. Auch die durchgeführten Events, wie eine Fahrzeugvorstellung für Mercedes-Benz in Florenz oder Los Angeles, beeindruckten uns sehr.

Ein anschaulicher Vortrag der Marketingleiterin Frau Völkel rundete den Vormittag ab. Während ihrer Präsentation konnten wir viele Bezüge zu den Inhalten im Fach Marketing an der Fachschule herstellen. Frau Völkel erläuterte uns die Unternehmensphilosophie von bluepool näher, welche auf drei Säulen steht. Der sogenannte Firmenclaim setzt sich aus den Worten „organisieren, differenzieren, faszinieren“ zusammen und soll die Unternehmenspersönlichkeit widerspiegeln. Bluepool will seinen Kunden einen perfekten Messeauftritt oder einen unvergesslichen Event verschaffen.

                                                                                   Tatjana Braun

Fachschule für Wirtschaft im Ausbildungszentrum der Firma WAFIOS

WAFIOSIm Rahmen der Qualifizierung zum Ausbilder nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) gab es für die Fachschüler Informationen zur Ausbildungssituation und eine Führung durch die Lehrwerkstatt. Der Ausbildungsleiter, Herr Neumair, schilderte in beeindruckender Weise vor allem die sozialen und erzieherischen Probleme der Azubis, mit denen ein Ausbilder in seiner Arbeit konfrontiert wird.

Mit einer Ausbildungsquote von ca. 11% (d.h. ca. 80 Azubis) der Belegschaft ist WAFIOS einer der größten Ausbilder in der Region. 10 verschiedene Ausbildungsberufe decken alle Bereiche eines produzierenden Unternehmens ab.

Großes Interesse fand das sogenannte „Reutlinger Modell“, d.h. die Azubis mit Abitur beginnen im 2. Halbjahr während der Ausbildung zu studieren und haben nach zwei Jahren eine abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker. Danach beginnt das Hauptstudium an der Hochschule in Reutlingen zum Bachelor of Engineering.

                                                                                       Heiner Wezel

Informationsveranstaltung des Marketingkurses bei der Brauerei Zwiefalten

Der Marketingkurs an der Reutlinger Fachschule wurde von der Zwiefalter Brauerei zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Der Junior-Chef Peter Bader referierte über das Marketingkonzept des Unternehmens.

Die Zwiefalter Brauerei versteht sich als regionaler Anbieter, das Absatzgebiet liegt in einem Umkreis von 50 bis 60 km. Als Leitgedanke für die Distribution gilt der Satz „Bier braucht Heimat“. Deshalb werden auch regionale Vereine und Projekte unterstützt, die in diese Marketingkonzeption passen. Als Beispiele führte Herr Bader an: kleinere Sportvereine im Verbreitungsgebiet der Brauerei, kulturelle Aktivitäten wie die Renovierung der Wimsener Höhle oder die Alb-Guides.

Die Zwiefalter Brauerei versteht sich als Premiummarke bei den Bieren. Die gesamte Absatzplanung hat diesem Anspruch Rechnung zu tragen. Die Brauerei zeichnet sich durch innovative Entwicklung bei den Bieren aus, belegt durch die Sorten Zwiefalter exclusiv, Hefedrittel, Hefeleicht, Schwarzer Keiler, Bio-Dinkelbier und Zwiefalter Abt in der Bügelflasche. Als nicht mehr zeitgemäß wurden die gelben Bierkästen angesehen. Sie wurden durch blaue Kästen ersetzt, die ein „edleres“ Aussehen vermitteln.

Ein weiteres Standbein der Zwiefalter Brauerei sind die nicht alkoholischen Getränke. Auf sehr gute Resonanz stößt die Innovation „Schwäbisches Alb-Schorle“ aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das Produkt wird angeboten als „feines Zusammenspiel aus 100 % naturtrübem Apfel-Direktsaft von Streuobstwiesen des Biosphärengebietes Schwäbische Alb und Quellwasser aus dem Klosterbrunnen Zwiefalten“. Das Produkt unterstreicht den Anspruch, als regionaler Anbieter angesehen zu werden.

Im Anschluss an die Marketing-Informationsveranstaltung gab es für unseren Kurs noch eine Betriebsbesichtigung. Herr Bader führte die Fachschüler sachkundig vom Braukessel über die Abfüllanlage bis ins Lager. Die Fachschüler erhielten an diesem Nachmittag einen sehr guten Einblick in die Zwiefalter Brauerei, bei der sich Braukenntnisse und Marketingwissen in erfolgreicher Weise verbinden.

Informationsveranstaltung bei der Gerhard Rösch GmbH in Tübingen

Am 17. April 2008 war die Fachstufe der FBW bei der Rösch GmbH zu einer Informationsveranstaltung über die Arbeitsbereiche der Personalentwicklung eingeladen. Frau Huber, die Leiterin der Abteilung Personalentwicklung, stellte zu Beginn ihren Werdegang in der Firma kurz dar: Sie wurde vor 8 Jahren nach ihrer Fortbildung zur Staatlich geprüften Betriebswirtin an unserer Fachschule als Personalreferentin eingestellt. Nach drei Jahren Arbeit als Referentin begann sie die Abteilung Personalentwicklung aufzubauen, in der sie derzeit als Leiterin tätig ist. Danach gab sie uns einen Überblick über das Unternehmen:

  • Gründung 1949 durch Gerhard Rösch
  • Familienunternehmen mit circa 400 Mitarbeitern
  • Produktsegmente Bade- Nachtmoden, Unterwäsche (zusätzlich Lizenznehmer z. B. für "Daniel Hechter" Unter- und Nachtwäsche)
  • Produktlinie Rökona mit Stoffen für die Autoindustrie
  • Entwicklung eines neuen atmungsaktiven Stoffes speziell für Ärzte (aktuelle Innovation)


Frau Huber berichtete über beispielhafte Arbeitsbereiche in ihrer Abteilung:

Anforderungsprofil und Qualifikationsprofil
Beim Erstellen des Anforderungsprofils arbeitet sie mit den jeweiligen
Fachvorgesetzten zusammen, für jede Stelle wird ein Profil erstellt. Im Qualifikationsprofil wird dann der Bewerber oder Stelleninhaber mit dem Anforderungsprofil verglichen. Als Ergebnis gibt es eine Bewertung, in welchem Ausmaß die Anforderungen erfüllt sind bzw. wo es noch Lücken gibt ( Profil-vergleich). Eingesetzt wird der Profilvergleich als Grundlage für die Beurteilung, im Arbeitszeugnis und für die Planung von PE- Maßnahmen. Folgende Stufen für die Weiterbildung werden bei Rösch unterschieden:

Für viele Mitarbeiter wird die Stufe C oder E eingetragen. Als Beispiele für Stufe E nannte Frau Huber die Mitarbeiter, die einmal im Jahr an einer Schulung zur Auffrischung ihrer Kenntnisse teilnehmen, oder Gabelstaplerfahrer, die ein Sicherheitstraining absolvieren.

Weiterbildungspläne
Erstellt werden von ihr für jede Abteilung konkrete Weiterbildungspläne für maximal zwei Jahre. Die Kosten der Maßnahmen sind zu ermitteln. Anschließend müssen die Gesamtkosten von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Zur Ermittlung dieser Maßnahmen wird mit jedem Mitarbeiter ein Mitarbeitergespräch geführt.

  1. Ausbildung ist im Weiterbildungsplan vorgesehen / notwendig
  2. befindet sich in Ausbildung / Einarbeitung
  3. ist ausgebildet / qualifiziert
  4. kann ausbilden / Experte
  5. bestehendes Wissen vertiefen / aktualisieren

Interne Nachwuchsförderung
Bei der Personalentwicklung sollen Potenziale der MA schon frühzeitig erkannt werden, um diese Fähigkeiten auszuweiten und zu schulen. Die MA sollen motiviert werden, dadurch wird der Personalbedarf für die Zukunft gedeckt und es müssen vakante Stellen nicht unbedingt durch externe Neueinstellungen abgedeckt werden.
    
Test zum Einschätzen des eigenen Führungsstils
Frau Huber gab uns Testfragen mit 12 Führungssituationen zur Entscheidung, welche Führung wir jeweils bevorzugen. Als Ergebnis wurden die verschiedenen Führungsstile besprochen und wir konnten unseren bevorzugten Führungsstil erkennen.

Wir konnten Frau Huber während der ganzen Veranstaltung Fragen stellen, die sie ausführlich und offen beantwortete. Es war für uns Fachschüler sehr aufschlussreich, zu sehen, wie hier die "graue Theorie" in der Praxis angewandt wird. Wir danken Frau Huber auch auf diesem Wege ganz herzlich für diese Veranstaltung und wünschen ihr ganz persönlich alles Gute für ihre kommende Zeit.

                                                                          Michael Stickel, FBW2/1