Schule mit Courage - Schule ohne Rassismus

Bild oben: Leonie Großmann von der Landeskoordination Stiftung Courage (5. v. li.), Schirmherr und Pate Eugen Schäufele (5. v. re.) und Schulleiter Horst Kern (3. v. re.) umrahmt von am Projekt maßgeblich beteiligten Wirtschaftsschülern 

 

Seit dem 24. Juni 2014 (Zertifikatverleihung durch Frau Leonie Großmann, Vertreterin von Courage e.V. in Baden-Württemberg)  gehört die Theodor-Heuss-Schule dem Netzwerk „Schule mit Courage“ an. Es handelt sich hierbei nicht um eine Lizenzierung, sondern die Mitgliedschaft in einem europaweiten Netzwerk „Schule gegen Rassismus-Schule mit Courage“.

Voraussetzung für die Mitarbeit in diesem Netzwerk ist eine Selbstverpflichtung von mindestens 70% aller Schulangehörigen sich gegen Diskriminierung einzusetzen. Tatsächlich haben aber annähernd 90 Prozent aller an der Theodor-Heuss-Schule Tätigen, also Schüler, Lehrer wie auch die nichtpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift erklärt, sich aktiv gegen diskriminierendes Verhalten engagieren zu wollen.

Inhalt der Selbstverpflichtung:
a.    Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
b.    Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
c.    Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Pate des Projektes an der Theodor-Heuss-Schule ist Herr Eugen Schäufele, ehemals Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Reutlingen.

Die Idee des Netzwerkes ist, dass die Aktivitäten  von Schülern getragen werden und nachhaltig tolerantes Verhalten in der gesamten Schulgemeinde zu entwickeln.

Dass an der Theodor-Heuss-Schule Jugendliche aus mehr als 43 Nationen gemeinsam in einem guten Schulklima lernen und arbeiten, betonten bei der Auftaktveranstaltung am 24. Juni 2014  in der Schülerrede Fatma Sevda und Melda Yildiz, umrahmt von ihren Mitstreitern für das Projekt, die sich in acht Sprachen gegen Rassismus wandten. Die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne  Rassismus – Schule mit Courage“ solle dieses Klima erhalten und noch weiter verbessern. Hierfür hätten die Wirtschaftsschüler einen Grundstein gelegt und nun liege es an der gesamten Schule, ein stabiles und dauerhaftes Haus gegen Diskriminierung und für ein gelingendes vielfältiges Zusammenleben zu bauen.

Nähere Informationen zu Courage e.V. und zu den Aktivitäten des Netzwerkes findet sich unter: http://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/